Gastankflasche - hat jemand eine??

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Gastankflasche - hat jemand eine??

Beitragvon Luftlandeapotheker » Dienstag 5. Mai 2020, 20:23

Servus Zusammen!

Da ja mit dem LT wegfahren zumindest gerade in Bayern nicht wirklich geht, überlege ich, was man sonst noch so am Karmann basteln könnte. Ich träume ja schon seit längerem von betankbaren LPG-Flaschen. Entweder solche von Alugas, oder, da diese ziemlich teuer sind, von einem Tank im Gaskasten oder am Unterboden. Leider gibt es für den Gaskasten keinen Tank, der so richtig passt und die Füllmenge zweier 11kg-Flaschen bringt.

Daher meine Frage: Hat jemand von Euch vielleicht einen Gastank unter seinem LT und könnte mir ein paar Infos iefern (Maße, LIeferant, Preis) oder vielleicht sogar ein Foto?

Danke schon mal!

Viele Grüße

Matthias
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Gastankflasche oder Unterflurgastank

Beitragvon LT35E » Dienstag 5. Mai 2020, 22:01

Hallo, Matthias!

Ich träume ... von betankbaren LPG-Flaschen. Entweder solche von Alugas, oder ... Tank im Gaskasten oder am Unterboden.

Beim Gasbehälter vermischst Du
- die Bauart: Tankflasche oder Tank,
- das Material: Aluminium oder Stahl,
- den Einbauort: Gaskasten oder Unterflur.

zur Bauart:
Tankflaschen sind senkrecht stehende Behälter, die mangels Einbauhöhe nicht Unterflur, sondern nur im Gaskasten eingebaut werden können.
Tanks sind horizontal liegende Behälter, die im Gaskasten oder Unterflur eingebaut werden können.

zum Material:
Aluminium gibt es (wohl) nur bei Tankflaschen.
Stahl gibt es bei Tankflaschen und bei Tanks.

http://www.wynengas.de zeigt einen Stahltank mit 18 kg Füllmenge "zum ersetzen der 2x11kg Flaschen im Gaskasten".

Leider gibt es für den Gaskasten keinen Tank, der ... die Füllmenge zweier 11kg-Flaschen bringt.

Das ist formal zutreffend, aber irreführend ... und das aus mehreren Gründen:
1 volle und 1 halb volle 11kg-Flasche enthalten weniger als 18 kg. Die "angebrochene" Flasche lässt kaum erkennen, wieviel Gas sie noch erhält. Getauscht werden daher faktisch nie beide Flaschen gleichzeitig. Deine "2x 11kg" sind eine Fiktion.

http://www.wynengas.de zeigt auch eine 11kg-Tankflasche aus Stahl.

zum Einbauort:
Unterflurtanks am Wohnmobil erfordern Einzelabnahme. Die Dekra verweigert(e) diese. Der TÜV verlangt Nachweis der Aufhängung für 20x g (Erdbeschleuniung) längs und 8x g quer.
Die Gasbehälter am Wohnmobil entnehmen den Brennstoff aus der Gasphase. Das erfordert Verdunstung, die unter 0°C nur für 1 der 2 Gase Propan und Butan stattfindet.
Im Gaskasten des beheizten Wohnmobils sind faktisch immer über 0° C und die Gasfüllung daher auch zum Ende des Winters vollständig nutzbar.

Mein Unterflurtank war im Januar 2020 noch ca. 1/4 voll, lieferte aber so wenig Gas, dass nachts die Heizung ausfiel und es morgens nicht einmal zum "Kaffeekochen" reichte.
Da freute ich mich, dass ich einen 1600-Watt-Wechselrichter habe und beim ersten Gasausfall vor 2 oder 3 Jahren einen Tauchsieder gekauft hatte.
Ich kannte das Verdunstungsproblem also schon, wollte aber wissen, ob es eine ganz seltene Ausnahme ist. - Das ist es nicht.

Meine Empfehlung ist:
Gaskasten belassen und 1 Tankflasche (Stahl oder Aluminium) kaufen und einbauen.
Im Sommer nur Tankflasche mitnehmen und freie Kastenhälfte für "Stinkiges", z.B. Ersatzkanister oder Müll, nutzen.
Im Herbst 1 Leihflasche erwerben und dabei Rückgabe klären und Kaufquittung sorgfältig aufbewahren.
Im Winter vorrangig aus der Tankflasche verbrauchen und die Leihflasche nur als Reserve nutzen.
Im Frühjahr die Leihflasche vollständig entleeren und gegen Pfandrückzahlung abgeben.

Die Kombination von 1 Flasche und 1 Tankflasche wird auch von Promobil empfohlen, aber (wohl) deutlich schlechter bregründet.

Gruß
Manfred
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Re: Gastankflasche - hat jemand eine??

Beitragvon diesel3 » Dienstag 5. Mai 2020, 22:49

Ich habe ein Gastankflasche 11kg im Gasflaschenkasten stehen und die reícht für unsere Familie problemlos.
Eine zweite 11kg Flasche braucht man nicht mehr (siehe Manfred) - weil einfach an jeder LPG-Tankstelle die Gasflasche nachfüllen kannst. Die Füllstandsanzeige ist genial und du weisst immer, wieviel du noch drin hast und wann du mal wieder auffüllst.
Gas tanken ist auch günstig.
Formal darfst du das zwar nur, wenn du die Gastankflasche fest eingebaut hast und dann auch eingetragen, aber technisch funktioniert die Betankung völlig problemlos wegen automatischer Abschaltung. Das geht jeden Sonntag und überall... auch in Frankreich, Rumänien und Mazedonien...
Den freien Raum im Gasflaschenkasten nutze ich für einen Gasgrill...
Gruß

Hendrik
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Re: Gastankflasche oder Unterflurgastank

Beitragvon Luftlandeapotheker » Mittwoch 6. Mai 2020, 00:18

Hallo Manfred!

Erst mal vielen Dank für Deinen Beitrag, den ich sehr informativ fand. Einige Anmerkungen hätte ich noch:

Leider gibt es für den Gaskasten keinen passenden Tank, der ... die Füllmenge zweier 11kg-Flaschen bringt.

Damit meinte ich einen Tank, der in den Gaskasten passt (ca. 61cmx33cm) und der nur annähernd die Füllmenge zweier 11kg-Flaschen hat.

Die "angebrochene" Flasche lässt kaum erkennen, wieviel Gas sie noch erhält. Getauscht werden daher faktisch nie beide Flaschen gleichzeitig. Deine "2x 11kg" sind eine Fiktion.

Sorry, verstehe ich nicht. Die Flasche kann ich doch wiegen, dann habe ich die Füllmenge. Und zwei volle Flaschen haben dann rund 22kg Füllmenge.

Meine Empfehlung ist:
Gaskasten belassen und 1 Tankflasche (Stahl oder Aluminium) kaufen und einbauen.

Die Kombination von 1 Flasche und 1 Tankflasche wird auch von Promobil empfohlen, aber (wohl) deutlich schlechter bregründet.

Danke! Guter Tipp! Ich denke, so werde ich es machen. Ist ja auch um einiges günstiger.

Viele Grüße
Matthias
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Re: Gastankflasche oder Unterflurgastank

Beitragvon LT35E » Mittwoch 6. Mai 2020, 02:09

Hallo, Matthias und Hendrik!

Die Tankflasche von Hendrik stammt aus meinem Karmann.
Ich ersetzte dort den Boiler durch eine Truma Combi und die Tankflasche samt Flasche durch einen Unterflurtank - um Platz zu gewinnen und den Grundriss zu ändern. Beim nächsten Wohnmobil werde ich einen Unterflurtank nicht verwenden oder ihn vor Frost schützen. Der Frostschutz erfordert bei LPG eine Beheizung, da Isolation ohne Beheizung die Temperatur der Füllung noch senkt. Die Alternative, den Unterflurtank im Winter mit einer Winter-geeigneten Gasmischung zu füllen, erforderte eine der seltenen Füllstationen.

Einen kurzen Gastank für die üblichen Gaskästen gibt es bei Wynengas. Das habe ich beim Schreiben meines ersten Beitrags geprüft.

Die weiteren Einwände und Fragen entsprechen der Annahme, das Erkennen und Erhöhen der Füllstände von Flaschen sei so einfach wie bei Tankflaschen. Aber:
- wer will eine Flasche ausbauen, um sie zu wiegen?
- wie erhält man bei 1 volle und 1 teilentleerte Flasche 22 kg? Die teilentleerte Flasche ausbauen und durch 1 volle Flasche ersetzen?
- und was macht man dann mit den teilentleerten Flaschen?

Sinnvoll ist, den best case (11+11 kg) nicht vorrangig zu beachten. Er ist geringer zu gewichten als der worst case (1+11 kg, bzw. 1+ca.9 kg, wegen des Aufwandes, den Füllstand zu ermitteln und rechtzeitig zu erhöhen).

Gruß
Manfred
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