ich brauche mal Hilfe bei einem Sachverhalt der mir wieder fahren ist. Dazu muss ich etwas ausholen:
Eigentlich lief unser LT Florida 31 (70PS Saugdiesel) bisher immer sehr zuverlässig und sprang auch sofort an. So auch diesmal direkt nach dem Winterschlaf in einer Scheune im April. Zündschlüssel umdrehen, zack, Motor läuft.
Jetzt hatten wir dieses Jahr noch nicht soviel Gelegenheiten für Touren. Anfang Mai war es dann aber soweit. Aber plötzlich startete er nicht. Es war ungewöhlich kalt zu der Zeit. Erst nach ein paar mal "orgeln" sprang er an. Dann nach 2-3 km, als der Motor warm war, war das Anlassen kein problem mehr. Ok, denke ich, die vorglühanlage bzw. glühkerzen, da muss ich nachschauen.
Nun hab ich weder das passende Werkzeug (Strommmesser >10A) noch den passenden Platz (Hauptstrasse Strassenrand), um groß auf Fehlersuche zu gehen. Beim Spannung messen kam ich auf 9V. Das erschien mir etwas wenig ( der übliche spannungsabfall unter Last? hatte da was von 11V gelesen). Die beiden streifensicherungen waren intakt und beim Durchgang prüfen gab es keinerlei Widerstände. Das Relay ist gut in Schuss. keinerlei Korrosionspuren.
Nach ein paar mal orgeln lassen habe ich ihn anbekommen und konnte ihn in eine abgeschiedene Seitenstrasse parken. Zuvor bin ich aber noch etwas rumgefahren um die Batterie wieder aufzuladen. Das Fahrverhalten war völlig normal.
Da ich aber mit dem Fehler nicht weiterkomme, beschliesse ich den Dicken zu einem Bekannten in die Werkstatt bringen, bekomme ihn aber dort nicht mehr hin. Startversuche scheitern. Ich verschiebe den Werkstatbesuch. Zwischenzeitlich mal mit einem ADAC Mitarbeiter gesprochen, welcher mir den Tipp gibt, es mit einem Spray Startpilot zu probieren. Hmm soso startspray. Kurz im internet danach gesucht und dies als zu riskant empfunden aufgrund schlechter berichte in foren.
Später dann den ADAC direkt angerufen. Ein Mitarbeiter kommt vorbei holt eine extra Batterie versucht mein Fahrzeug zu starten kein erfolg. Dann holt der ein Spray - das! spray - raus und sprüht gaanz wenig direkt in die Luftansaugung. (motorabdeckung war bereits offen.) kein erfolg. nun stellen wir fest, eine der streifensicherungen ist kaputt ist (kurzschluss Glühkerze??). neue sicherung rein. wieder etwas spray und motor springt an. läuft aber sehr unrund und geht wieder aus. Nun nochmal spray. gestartet mehr gas und er läuft. allerdings absolut nicht rund. in der kraftstoffzuleitung zur ESP sieht man Blasen. Der ADAC glaubt mein Tank ist leer und schenkt mir 5l Diesel. Allerdings bringt das keine Besserung. Nach Gasgeben und abrupten Wegnehmen selbigen geht der Motor immer wieder aus. Der Man vom ADAC denkt jetzt an eine verdreckte/undichte Kraftstoffzuleitung/Filter. Jetzt erinnere ich mich, dass die standheizung (diesel) bei unserem ersten und einzigem Ausflug in diesem Jahr auch nicht richtig funktionierte.
Beim überprüfen der "Dieselrückführleitungen" fällt dem Techniker auf, dass diese am 1. Zylinder absolut trocken ist, dass da ja gar kein Kraftstoff ankommt und wohl die Einspritzpumpe überprüft werden müsse. Diese wurde vor etwa 2 Jahren vom Boschdienst generalüberholt.
Für den ADAC Mitarbeiter kam nur noch ein Abschleppen in Frage. Auf dem Zettel hat er dann "Einspritzpumpe überprüfen" aufgeschrieben.
Am Ende des Tages ist der Motor - weil inzwischen warm - zwar immer angesprungen, aber auch immer wieder ausgegangen. Was jetzt aber völlig entgegen der Ausgangslage ist; kalt: motor springt nicht an - wenn Motor aber an, dann läuft er gut.
Mir ist klar, dass eine Ferndiagnose immer etwas kniffelig ist, aber was könnte das Problem für das veränderte Fehlerbild sein?? Bzw. könnte das spray irgendwas damit zu tun haben? Bin anfangs lediglich von defekten glühkerzen ausgegangen.

Viele Grüße und Entschuldigung für den etwas langen Text.
Heiko