die Wagner Pistole eignet sich eher nur zum auftragen von Unterbodenwachs, für Hohlräume ist nicht geeignet, da keine Sprühlanze dabei sein dürfte.
Hohlräume werden dann mit Vaseline und Bienenwachs im Verhältnis 9 zu 1 und bei einer Verarbeitungstemperatur um die 80 Grad versiegelt.
amdigo hat geschrieben:Also, ich habe gerade meinen LT 45 auf der Bühne.
Bevor ich angefangen habe den Rost zu bekämpfen, habe ich nach den Methoden des Rostschutzes VOR dem Zeitalter der Chemischen Industrie gegooglt.
Rost bekämpfe ich mit Phosphorsäure.....
Dauert etwa 2 Tage bis sie getrocknet ist. Ergibt eine haltbare Schutzschicht.
Hohlräume werden dann mit Vaseline und Bienenwachs im Verhältnis 9 zu 1 und bei einer Verarbeitungstemperatur um die 80 Grad versiegelt.
Karotti hat geschrieben:Hohlräume werden dann mit Vaseline und Bienenwachs im Verhältnis 9 zu 1 und bei einer Verarbeitungstemperatur um die 80 Grad versiegelt.
Das ist ja interessant, klingt nach echtem Oldtimer-Fachwissen! Ich muss aber gestehen, dass mir die modernen Mittelchen da im Moment praktikabler erscheinen ;)
amdigo hat geschrieben:Rost bekämpfe ich mit Phosphorsäure.....
Dauert etwa 2 Tage bis sie getrocknet ist. Ergibt eine haltbare Schutzschicht.
LT Rudi hat geschrieben:Man muss bestehenden Rost erst entfernen, als Grund sagte mir der Metaller, das sich bei Phosphorsäure eine Eisenphosphatschicht bildet, die sehr beständig ist und dann den darunter liegenden Rost "schützt". (Rockphosphat nannte er das)
Höchstens bei Flugrost könne das helfen, und genau dafür nehmen die das Zeug auch nur.
Und dann kommt es auch noch auf die Blechsorte selber an.
Klapper82 hat geschrieben:Mit Leinöl habe ich bisher sehr gute erfahrung gemacht. Habe im Frühjahr nen Gartentisch gebaut und die Beine aus 50mm Vierkantstahl geschweißt. Einmal kaltgepresstes Leinöl drüber und bis heute ruhe. Und das trotz Dauerbewitterung.
Klapper82 hat geschrieben:Funktionieren Vaseline und Wachs auch unter dem Fahrzeug?
Klapper82 hat geschrieben:Ich hätte die Dämmung gerne dauerhaft an der Karosse. Berufsbedingt kenn ich als Bau.Ing die Problematik von in/hinter der Dämmung zirkulierender Luft. Da die Innenverkleidung sicher nicht Luftdicht wird kommt immer Luftkonvektion in der Konstruktion vor. Wenn die Luft jetzt noch hinter der Dämmung zirkuliert ist das Wasser vorprogramiert.
Klapper82 hat geschrieben: Will daher die gesamte Außenfläche einmal vollverklebt dämmen. Was dann an Hohlräumen bleibt wird lose gefüllt.
Klapper82 hat geschrieben:Ich hab heute die vorhandene Dämmung ausgebaut und da hat es sich bestätigt, dass es hinter der Dämmung gerne auch mal schwarz wird. Nix wildes, aber den ein oder anderen Liter Alkohol werd ich wohl nochmal zum wischen brauchen.
Klapper82 hat geschrieben:Dann lieber ne dichte Dämmung die kein Wasser aufnimmt. Ich werde wohl auch die Fußpunkte freihalten, also den Übergang zwischen Wand und Boden, dann kann ich die kritischen Stellen kontrolieren. Bisher hält sich der Rost bei uns wirklich sehr in grenzen, werde wohl die Tage mal nen eigenen Tread aufmachen und ein paar Fotos online stellen.
MrsRobinson hat geschrieben:...weil der Hohlraumschutz bei mir auch ansteht.
Kann man das vor oder sollte man das nach der Lackierung tun?
MrsRobinson hat geschrieben:Da manche Holme, soweit man das bei den Schweißarbeiten erkennen konnte, von innen teilweise Flugrost haben, überlege ich, erst Owatrol reinzusprühen und nach der Trocknung ein Fett (Mike Sanders oder Ähnliches, steht noch nicht fest) zu verwenden. Was haltet ihr davon?
MrsRobinson hat geschrieben:Der Unterboden ist zwar noch nicht direkt an der Reihe, aber auch dazu schonmal eine Frage: Was macht man mit dem alten Bitumen? Ich würde wohl alles, was ich mit der Drahtbürste entfernen kann, wegmachen, weil es dann eh nicht mehr genug gehaftet hätte. - Alles was noch haftet, kann bleiben? Grundsätzlich ist es ja sicher besser, für die zu erneuernden Stellen etwas Transparentes zu verwenden, um Rost früh zu erkennen. Wachs oder Fett schützt aber nicht wirklich gegen Steinschlag. Was empfehlt ihr denn da?
tiemo hat geschrieben:Bitumenzeugs schützt auch nicht gegen Steinschlag: Es wird partiell durchschlagen und von dort ausgehend dann unbemerkt unterrostet. Weg mit dem Kram! Fett mit einer Wachsabdeckung schützt schon, weil das Fett durch seine Kriechwirkung an die verletzten Stellen wandern kann und dort wasserabstoßend und sauerstoffabschließend wirkt. Aber klar, das ist nicht für die Ewigkeit, mit jedem Aufprall geht etwas Schutzmasse verloren.
Die Entfernung von Bitumenunterbodenschutz ist eine Riesensauerei. Mit einer Drahtbürste kommt man da nicht weit. Eher schon an einem heißen Sommertag mit einem Spachtel die Masse abschaben, Reste mit Lösemittel (Verdünnung) entfernen. Dabei fallen an manchen Stellen eben die unterrosteten Teile großflächig ab und hinterlassen am Blech sichtbare Roststellen oder gar Löcher, die vor weiteren Maßnahmen repariert und lackiert werden sollten. Danach sieht man aus wie ein Schwein und hinterlässt noch kilometerlang schwarze Bitumenflecken beim Laufen, weil einem unter dem Wagen alles überall hin spritzt und an Schuhen, Haaren und Klamotten hängt. Am besten dreitägige Quarantäne außerhalb der Wohnung anordnen
MrsRobinson hat geschrieben:Ich dachte das Zeug geht gut ab, wenn es fest und spröde ist, statt warm und zäh. Heißer Sommertag bedeutet, ein heißer Föhn hilft auch?
MrsRobinson hat geschrieben:Kommt man denn gut überall dran, während der LT unten zusammengebaut ist?
MrsRobinson hat geschrieben: Und was habt ihr als allererste Schicht, unter Fett und Wachs verwendet? Rostschutzgrundierung und dann normalen Lack, gepinselt?
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